Sonderausstellungen

DenkmalRatibor„O Täler weit, o Höhen....“
Eine Reminiszenz an den schlesischen Dichter Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857) anlässlich seines 150. Todestages.
Sonderausstellung des Museums für schlesische Landeskunde im HAUS SCHLESIEN vom 2. September bis 2. Dezember 2007

„Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt...“
Eine Liedzeile, geschrieben in der Romantik, dem „Taugenichts“ in den Mund gelegt, der zur Wanderschaft aufbricht. Noch heute, über 180 Jahre nach Veröffentlichung des Textes, schweifen bei diesen Worten die Gedanken in die Ferne, wird Abenteuerlust und Aufbruchstimmung spürbar. Den Erfahrungshorizont durch Reisen erweitern, wie auch damals die Romantiker, ist ein Wunsch, der heute noch Bestand hat.

Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857) gehört zu den bekanntesten deutschen Dichtern, dessen Werke in nahezu alle Sprachen der Welt übersetzt worden sind. Sein Werk „Aus dem Leben eines Taugenichts“ wird auch in chinesisch, japanisch oder Esperanto gelesen. Viele seiner Lieder und Gedichte wie beispielsweise „In einem kühlen Grunde...“ oder „Es war, als hätt der Himmel die Erde still geküsst,...“ sind auch heute noch weithin bekannt.

EichendorffLubowitzAm 26. November 2007 jährt sich zum 150. Mal der Todestag des berühmten Vertreters der Spätromantik. Für HAUS SCHLESIEN ein Anlass, Leben und Werk des in Lubowitz geborenen und in Neisse begrabenen Schlesiers mit einer umfangreichen Ausstellung sowie einem vielseitigen Begleitprogramm Menschen aller Alterstufen näher zu bringen.

Eichendorffs Kindheitsjahre auf Schloss Lubowitz in Schlesien, seine Schulzeit in Breslau, die Studienzeit mit dem Bruder in Halle, Heidelberg und Wien werden dem Besucher anschaulich gemacht. Seine weiteren Lebensstationen als Teilnehmer an den Befreiungskriegen gegen Napoleon, seine Berufstätigkeit im Preußischen Staatswesen in Danzig, Königsberg und Berlin und das damit verbundene Spannungsgefüge zu seiner literarischen Tätigkeit werden ebenso beleuchtet wie sein Verhältnis zu berühmten Zeitgenossen wie z.B. Friedrich von Schlegel oder Heinrich von Kleist.

MischkeDuerandeIm Mittelpunkt der Ausstellung steht das Lyrik- und Prosawerk, das dem Besucher nicht nur in den Leitmotiven der Romantik wie Natur, Sehnsucht und Wanderschaft, sondern auch durch Hörbeispiele und historische und aktuelle Illustrationen, unter anderem von Mauga Hausherr und Christian Mischke, präsentiert wird.

Die Bedeutung Eichendorffs in den beiden vergangenen Jahrhunderten wird anhand seiner Rezeption, zahlreicher Neuauflagen und der Vielzahl der Eichendorff-Schulen sowie Denkmälern deutlich. Seine Aktualität zeigt sich in der Fülle von Veröffentlichungen, Konzert- und Vortragsveranstaltungen in diesem Jubiläumsjahr.

Integriert in die Ausstellung ist außerdem ein Schülerprojekt, mit dem Schülerinnen und Schüler des Ölberggymnasiums Oberpleis in vier Stationen den Dichter und seine Zeit darstellen. Dabei darf ein technischer Zugang über PC-Präsentation, Hörstation und interaktive Spiele nicht fehlen. Die Zeit der Romantik sowie Leben und Werk des Dichters werden auf diese Weise auch aus der Sicht der Jugend verständlich gemacht.

Termine für Gruppenführungen sowie spezielle Führungen für Schulklassen mit Schwerpunkt Schülerprojekt auf Anfrage. Öffentliche Führungen durch die Ausstellung über die Volkshochschulen der Region.
Für Kinder und Jugendliche werden zusätzlich verschiedene museumspädagogische Begleitprogramme angeboten. Spezeille Führungen und kreative Arbeit führen an die Thematik der Romantik heran.
Infos: Tel.: 02244/886-231