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Mit, für und gegen Napoleon. Schlesien in den Jahren 1806 -1815 Sonderausstellung im Kloster Leubus vom 11. Mai - 31. Oktober 2013
Seit 1792 fanden sich in Mitteleuropa wechselnde Koalitionen zusammen, um in mehreren Kriegen der Übermacht Frankreichs, jedoch erfolglos, entgegenzutreten. Preußen, das lange Zeit neutral geblieben war, erklärte schließlich 1806 Frankreich den Krieg, mit verheerenden Folgen. In der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt wurde die preußische Armee von den Franzosen vernichtend geschlagen. Die mit Napoleon verbündeten Truppen drangen auch in Schlesien ein und eroberten binnen kurzer Zeit die meisten Festungen. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. beugte sich schließlich 1807 in Tilsit dem harten Friedensdiktat Napoleons.
Zwar zogen sich die Franzosen mit Ausnahme von Glogau bereits 1808 aus Schlesien zurück, doch belasteten die hohen Kontributionszahlungen sowie die Kontinentalsperre die Wirtschaft und die Zivilbevölkerung litt unter der zunehmenden Einbeziehung in das Kriegsgeschehen. Trotz der wachsenden Ressentiments war die Bereitschaft zu einem bewaffneten Aufstand in Preußen gering. Erst der verlustreiche Rückzug aus Moskau nahm Napoleon den Nimbus des Unbesiegbaren und führte schließlich zur Kriegserklärung Preußens. Von Breslau aus erfolgte im Februar 1813 die Mobilmachung und im März der Aufruf „An mein Volk“. Nach der verlustreichen Schlacht an der Katzbach mussten sich die napoleonischen Truppen in der Völkerschlacht bei Leipzig schließlich endgültig geschlagen geben. Seinen Abschluss fand der 6. Koalitionskrieg, in dem Preußen durch Rußland, Österreich, Schweden und Großbritannien unterstützt wurde, 1815 in den Beschlüssen des Wiener Kongresses.
Die in Zusammenarbeit mit dem Muzeum Archeologiczno-Historyczne in Glogau erarbeitete Ausstellung im Kloster Leubus gibt einen Überblick über die politische und wirtschaftliche Lage Schlesiens während dieser Zeit.
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