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Schlesien entwickelte sich in den vergangenen zwei Jahrhunderten zu einem beliebten Reiseziel. Mit Reisewegen und Reisezielen, mit Reisemitteln und Reiseeindrücken beschäftigt sich die Jahresausstellung 2004 in Leubus.
Lange Zeit änderte sich am historischen, von Handel und Gewerbe geprägten Wegenetz in Schlesien wenig. Im 19. Jahrhundert setzte dann ein planmäßiger Chausseebau ein, der bald durch ein engmaschiges Eisenbahnnetz übertroffen wurde. Die beschwerliche Reisezeit verkürzte sich und das erholsame Reiseziel trat in den Vordergrund. Unter touristischem Blickwinkel gewann die Landschaft neue Qualität. Die Erholungsreise, zuerst noch den Wohlhabenden und dem Adel vorbehalten, wurde bürgerlicher und erfaßte breitere Bevölkerungsschichten. Vielbesuchte Reiseziele waren die Bäder in den Gebirgsgegenden, deren landschaftliche Schönheit auch Wanderer und Wintersportler anzog. Die zahlreichen Städte waren zu allen Jahreszeiten beliebte Ausflugziele. Neue Verkehrsmittel wie Ausflugsdampfer oder Postbuslinien erschlossen die Regionen.
In Leubus, selbst Reiseziel, stößt der Besucher, selbst Reisender, in der Ausstellung auf vielfältige Aspekte des Tourismus und Handels im sich wandelnden Schlesien.
Die Jahresausstellung wurde am 22. Mai 2004 unter der damaligen Schirmherrschaft des niederschlesischen Woiwoden, Stanislaw Lopatowski, und des Marschalls der Woiwodschaft Niederschlesien, Henryk Golebiewski sowie des Deutschen Generalkonsuls in Breslau, Dr. Peter F. Ohr, eröffnet.
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