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von MARTIN OCHMANN
KÖNIGSWINTER-HEISTERBACHERROTT. „Reinhard Blaschke ist ein Glücksfall für das Haus Schlesien, weil es ohne seinen Einsatz das Haus nicht mehr gäbe!“ Das sagte Dr. Fritz-Jürgen Kador, Schatzmeister des Vereins Haus Schlesien, in seiner Laudatio über den Präsidenten des Vereins. Blaschke feierte vergangenen Freitag im Kreise zahlreicher Freunde und Weggefährten seinen siebzigsten Geburtstag. Blaschke ist seit 1999 Vorsitzender des Vereins und hatte seit seiner Amtsübernahme mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Der Schatzmeister erinnerte an drei Ereignisse: die Betriebsprüfung im Jahr 2000, die später drohende Schließung des Hauses, was mit der Aberkennung der Gemeinnützigkeit einhergegangen wäre, und die „Beinahe-Insolvenz“ im Frühjahr 2002, die im letzten Augenblick abgewendet werden konnte. Dies sei vor allem dem finanziellen Engagement der „treuen Mitglieder“ zu verdanken, meint Blaschke.
Doch der Laudator weiß, die treibende Kraft hinter dieser Aktion ist der Präsident gewesen. „Unermüdliches Engagement“ zeichne den Jubilar aus, dessen Verdienste nicht hoch genug gewürdigt werden könnten; so Kador Und weiter: „Ich kenne keinen, der bereit und in der Lage dazu wäre, derartig viel persönliches, fachliches und finanzielles Engagement einzubringen.“ Der Elektroingenieur steht dem Verein zum einen mit seinem Fachwissen in technischen Fragen zur Seite und findet Lösungen, die das finanzielle Leistungsvermögen des Hauses nicht übersteigen. Doch neben dem „geldwerten Vorteil des Präsidenten wusste Kador auch um dessen persönliche Qualitäten. Blaschke zeichne eine „Achtung, Zuneigung, mitfühlende Hilfsbereitschaft, Liebe und Verbundenheit“ mit seiner ehemaligen Heimat Schlesien aus, wie nur wenige Menschen. Doch sei diese nicht nostalgisch auf die Vergangenheit gerichtet, sondern gegenwärtig, lebendig und sie schließe die Menschen, die heute in der Heimat des Vertriebenen leben, mit ein. Dank seiner Bemühungen um die dortige Friedenskirche ist Blaschke Ehrenbürger von Jawor, ehemals Jauer. Und dass der Präsident bei Auseinandersetzungen kein Blatt vor den Mund nimmt, ist dem Schatzmeister auch recht: „Einen bequemen und weichgespülten Präsidenten will ich nicht.“ 2000 Mitglieder zählt der Verein, die Sterberate ist hoch. Doch obwohl die „Erlebnisgeneration“, also diejenigen, die Krieg und Vertreibung noch miterlebt haben, von Jahr zu Jahr kleiner wird, macht Blaschke sich um die Zukunft ,,seines“ Vereins keine Sorgen.
Quelle: Bonner Rundschau vom 20.09.2004
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