Presseecho 2008

Schlösser und Herrenhäuser verfallen
Sonderausstellung in Haus Schlesien widmet sich bis zum 20. Juli der Grafschaft Glatz

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Zahlreiche Exponate sind in der Sonderausstellung „Ein vergessenes Arkadien - Schlösser und Parkanlagen der Grafschaft Glatz" in Haus Schlesien zu sehen. Die Präsentation in Heisterbacherrott läuft noch bis Ende Juli. (Foto: Klodt)

KÖNIGSWINTER- HEISTERBACHERROTT. Die Grafschaft Glatz steht oft im Schatten des Hirschberger Tales im Riesengebirge mit seinen circa 40 Burgen und Schlössern. Dabei hat, so Kurator Arne Franke, die Grafschaft ein Problem: Die meisten der mehr als 80 Schlösser und Herrenhäuser verfallen.

Bei der Präsentation der Sonderausstellung „Ein vergessenes Arkadien - Schlösser und Parkanlagen der Grafschaft Glatz" wies in Haus Schlesien auch Museumsleiterin Nicole Remig auf das drohende Unheil hin: „Bei vielen ist es kurz vor 12, bei vielen sogar schon zu spät, was die Erhaltung betrifft." Eine der Ursachen sei die Konzentration der polnischen Fördermittel und Projekte auf das Umfeld von Breslau.

Die Ausstellung soll aber nicht nur Erinnerung, Rückblick sein, sondern auch aufmerksam machen auf den beeindruckend dichten Bestand an Landsitzen im Grenzgebiet zu Polen. Mit viel Liebe zum Detail und einem breiten Spektrum von Exponaten, von dokumentarischen Bildern bis hin zu Gegenständen des täglichen Gebrauchs, zeigt die Ausstellung aber nicht nur die Faszination der landschaftlich reizvollen Kulturgüter, sondern demonstriert auch Zusammenarbeit, nicht zuletzt durch ihre zweisprachige (deutsch/polnisch) Ausrichtung. Initiiert vom Görlitzer Verein „monumenta silesiae" wird nach Aussagen ihres Kurators Franke die Ausstellung übrigens in zwei Jahren auf Tournee „über die Dörfer" Polens gehen: „Wir wollen die Menschen vor Ort auf die verborgenen Schätze aufmerksam machen", erläutert Arne Franke.       (top)

Die Ausstellung „Ein vergessenes Arkadien - Schlösser und Parkanlagen der Graftschaft Glatz" ist in Haus Schlesien, Dollendorfer Straße, in Heisterbacherrott, bis zum 20. Juli zu sehen.

Quelle: Rhein-Sieg Rundschau vom 8.5.2008