Presseecho 2008

Wolf Röhricht – ein Virtuose des Aquarells
Eigenbericht zur Ausstellungseröffnung im Kloster Leubus am 24. Mai 2008

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Landschaftsaquarelle von Wolf Röhricht

Reiseimpressionen im Abtrefektorium des Klosters

Industriebilder des Künstlers

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Ansprache von Präsident Haus Schlesien e.V., Reinhard Blaschke

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Der stellv. Landrat des Kreises Wohlau im Gespräch mit Museumsleiterin Nicola Remig

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Publikum bei der Eröffnung im Fürstensaal

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Chor des Gymnasiums Leubus

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Der deutsche Generalkonsul Dr. Helmut Schöps

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Der Geschäftsführer der Stiftung Leubus, Michal Pulit mit der Wohlauer Bürgermeisterin, Frau Broszkiewicz

„Wir haben in Wolf Röhricht einen jener in Deutschland seltenen Maler zu erwarten, der zugleich Kenner und Laien gefallen, die zugleich charaktervoll und liebenswürdig sind“, schreibt Karl Scheffler 1918 über den jungen Künstler.

Inwieweit diese Prognose 90 Jahre später noch Gültigkeit besitzt, davon können sich diesen Sommer die Besucher von Kloster Leubus ein eigenes Bild machen. Unter dem Titel „Wolf Röhricht – ein Virtuose des Aquarells“ zeigt HAUS SCHLESIEN bis Ende September einen Ausschnitt seines Lebenswerkes, überwiegend Landschaftsaquarelle aus über 40 Jahren künstlerischen Wirkens im Erdgeschoß des Abtflügels des alten Zisterzienserklosters. Im ersten Raum wird die Vita des Küntslers präsentiert, es werden schlesische Motive sowie einige der von Röhricht häufig gemalten Gebirgslandschaften gezeigt. Im zweiten Raum sind Industrie- und Hafendarstellungen zu sehen. Während seines Zivildienstes in Oberschlesien wurde Röhricht erstmals mit dieser Thematik konfrontiert. Immer wieder griff er dieses Motiv auf. Im Refektorium werden Impressionen Röhrichts von seinen zahlreichen Reisen gezeigt. Diese führten ihn in die Schweiz, nach Frankreich, Italien und bis nach Ägypten sowie nach Schweden, Norwegen und die Tschechien. Zu sehen ist, neben diesen teilweise bekannten und das Fernweh weckenden Motiven, auch ein Bild, das den Blick auf das Siebengebirge zeigt und die Verbindung von HAUS SCHLESIEN zu Kloster Leubus herstellt.

Am Samstag den 24. Mai um 15.00 Uhr fanden sich zur Eröffnung der unter der Schirmherrschaft des Landrates Maciej Nejman stehenden Ausstellung im Fürstensaal über 100 deutsche und polnische Gäste ein. Umrahmt wurde die Veranstaltung von musikalischen Darbietungen des Chores und Ensembles des Gymnasiums in Leubus. In ihrer Begrüßung betonte die stellvertretende Bürgermeisterin von Wohlau, Frau Broszkiewicz, die Bedeutung des Klosters und der Kulturarbeit für den Kreis Wohlau und dankte den Schülern für ihren Beitrag. Im Anschluß verlas der stellvertretende Landrat Marek Cukrowski ein Grußwort Nejmans, der aufgrund auswärtiger Verpflichtungen nicht an der Eröffnung teilnehmen konnte. Er drückte in diesem Grußwort sein Bedauern darüber aus und unterstrich den Stellenwert der Zusammenarbeit zwischen HAUS SCHLESIEN und der Stiftung Leubus. Nach den sehr persönlichen Worten des Präsidenten von HAUS SCHLESIEN Reinhard Blaschke, der seine Freude über das gute Verhältnis zu vielen heutigen Bewohnern seiner Heimat zum Ausdruck brachte, wandte sich der deutsche Generalkonsul Dr. Helmut Schöps mit einem Grußwort an die Gäste. Auch er hob hervor, wie wichtig die Kulturarbeit und hier insbesondere solche grenzüberschreitenden Initiativen seien sowie das Engagement einzelner Personen und Institutionen.

Schließlich führte die Leiterin des Museums, Nicola Remig, in Leben und Werk des Künstlers ein und erläuterte das Konzept der Ausstellung. Zum Abschluß trug eine Schülerin des Gymnasiums in Leubus zwei bekannte Gedichte von Eichendorff und Goethe in deutscher Sprache vor. Frau Remig dankte der Schülerin für diese besondere Geste an die deutschen Gäste.

Nach der offiziellen Veranstaltung lud die Stiftung Leubus alle Gäste zu einem kleinen Empfang in die Ausstellungsräume ein. Der Geschäftsführer der Stiftung Leubus Herr Pulit sprach einen Toast auf die Organisatoren der Ausstellung aus und dankte Frau Remig für die Fortführung der fruchtbaren Zusammenarbeit des Museums für schlesische Landeskunde mit der Stiftung Leubus. Er unterstrich die Relevanz des Engagements für die Stiftung und vor allem die Besucher des Klosters.

Bis 28. September ist die Ausstellung im Rahmen der Führungen durch das Kloster in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr zu besichtigen. Deutschsprachige Gruppenführungen können bei HAUS SCHLESIEN angemeldet werden unter:
0 22 44/886 231 oder
offermann@hausschlesien.de

Silke Findeisen