Presseecho 2007

Fotografien einer Industrienation
Deutsch-polnisches Projekt im Haus Schlesien

RZ_Waldenburg

Die Initiatoren der Ausstellung (von links): Martin Reichert (links) und Jerzy Kosmaty. Foto: Heidrun Wirth

BONN. Zur Vernissage des deutsch-polnischen Gemeinschaftsprojektes „Industriefotografie aus Waldenburg" im Haus Schlesien in Bonn hatten die beiden polnischen Initiatoren ihre historischen Gala-Uniformen angelegt: Jerzy Kosmaty, Direktor des Waldenburger Museums und ehemaliger Bergwerksdirektor, prunkte mit dem grünen Federbusch an der schwarzen Kappe und Martin Reichert, Vorsitzender der „Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Waldenburg" schwenkte seinen hohen weißen Federbusch, über der schwarzen Steiger-Uniform.
Mitgebracht hatten die beiden Polen rund 30 Fotografien aus dem ehemaligen Industriegebiet in Waldenburg. Die historischen Aufnahmen, von den 20er-Jahren bis in die 90er-Jahre stammen aus dem Museum für Industrie und Technik in Waldenburg und wurden zuvor schon im Industriemuseum in Dortmund und in Freiberg in Sachsen gezeigt.
„Für uns ist diese Ausstellung wichtig", sagt die Direktorin von Haus Schlesien, Nicola Remig, „weil wir damit wieder einen Kontakt zu einem schlesischen Museum herstellen, mit dem wir weiter zusammenarbeiten können."
Waldenburg, heute Walbrzych, das im Südwesten Polens in den Sudeten liegt und zu Niederschlesien (südlich von Breslau) gehörte, war bis 1945 ein wichtiges Industriegebiet. Die alten und neueren Aufnahmen, die die Zeit der Industrialisierung umfassen, zeigen die Hütten, Zechen und Kokereien mit den Schloten und den alten Malakowtürmen.       (hw)

Quelle: Rhein-Zeitung vom 22.01.2007