März, 2017

18März15:30Zu Hause und doch fremdÖffentliche Führung

 

Öffentliche Führung durch die Ausstellung

Zu Hause und doch fremd.

Vom Umgang mit Entwurzelung und Heimatverlust am Beispiel Schlesien

Vor rund 70 Jahren wurden Millionen von Deutschen durch die Potsdamer Beschlüsse gezwungen, ihre Heimat in den deutschen Ostgebieten zu verlassen. In die verlassenen Regionen kamen vertriebene Polen aus den Ostgebieten, polnische Heimkehrer aus Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit oder Siedler aus Zentralpolen. Heimatverlust und Entwurzelung haben bei den Betroffenen beider Nationen wie auch ihren Nachkommen Spuren hinterlassen. Die Ausstellung stellt die unterschiedlichen Formen der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit und den Erlebnissen von Flucht und Vertreibung dar. Neben der Sicht der vertriebenen Deutschen wird auch die Situation der in Schlesien angesiedelten Polen betrachtet, aber auch die Sicht der aufnehmenden Bevölkerung in Westdeutschland auf die Ankunft der sog. Flüchtlinge wird beleuchtet. Nicht zuletzt werden die Auswirkungen auf die Nachkommen der Betroffenen und ihre Beziehung zur alten Heimat der Vorfahren und zur Thematik der Vertreibung dargelegt.

Die zweisprachige Ausstellung ist ein gemeinsam mit polnischen Partnern erarbeitetes Projekt und verfolgt mit diesem binationalen Ansatz die Absicht, in Deutschland bzw. Polen die Sichtweise der jeweils anderen Nation zu verdeutlichen und zur gegenseitigen Verständigung beizutragen. Noch bis zum 19. März kann die Ausstellung im HAUS SCHLESIEN besucht werden.

Eintritt und Führung 5,- €

 

Samstag, 18.03.2017 15:30

Ort

HAUS SCHLESIEN

Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter

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