
VERANSTALTUNGEN IM HAUS SCHLESIEN
September 2026
17Sep14:30Schlesische Dreiviertelstunde "Schlesische Legenden, Mythen und Sagen"Öffentliche Führung
Alle Schlesier kennen den Berggeist Rübezahl – aber er ist nicht der einzige mythische Bewohner Schlesiens. Tückische Wassermänner, gruselige Gespenster, verfluchte Schätze und heilige Wunderwirker – sie alle kann man
Alle Schlesier kennen den Berggeist Rübezahl – aber er ist nicht der einzige mythische Bewohner Schlesiens. Tückische Wassermänner, gruselige Gespenster, verfluchte Schätze und heilige Wunderwirker – sie alle kann man entlang der Oder entdecken. In Schlesien gibt es zahlreiche solcher Geschichten, die eng mit Land und Leuten verbunden sind. Die Führung geht der Frage nach, welche Bedeutung diese Geschichten für die regionale Identität haben, wie sich die verschiedenen Erzählgattungen unterscheiden und wie man sich Verhält, wenn man Rübezahl oder den Wassermann tatsächlich trifft. Kommen Sie mit auf einen Spaziergang durch das verwunschene Schlesien! Entgelt 3,- € pro Person, Anmeldung erbeten.
Oktober 2026
15Okt14:30Schlesische Dreiviertelstunde "Reisen anno dazumal"Öffentliche Führung
Zu Zeiten John Quincy Adams’ (1767- 1848) war das Reisen noch recht beschwerlich: Man reiste mit der Postkutsche, schaffte im Schnitt kaum mehr als 30 Meilen – war also länger
Zu Zeiten John Quincy Adams’ (1767- 1848) war das Reisen noch recht beschwerlich: Man reiste mit der Postkutsche, schaffte im Schnitt kaum mehr als 30 Meilen – war also länger unterwegs und erlebte die Reise entsprechend intensiv. Mehrfach thematisiert Adams in seinen Briefen, dass der Wechsel der Pferde (zu) viel Zeit in Anspruch genommen habe oder beschreibt den Zustand der Straßen. Adams war aber nicht der Einzige, der um 1800 Schlesien bereiste. In der Führung geht es um das Reisen zu dieser Zeit im Allgemeinen und um die Reise Adams im Speziellen sowie um weitere Prominente, die zu seiner Zeit Schlesien besuchten. Entgelt 3,- Euro, Anmeldung erbeten.
24Okt(Okt 24)0:0025(Okt 25)0:00Seminar "Oma kommt aus Schlesien"Die Erinnerungen der Nachfahren
Herkunftsgeschichten bewegen Familien – bis heute sind Fluchtschicksale dabei von großer Aktualität. Fragen nach Herkunft, Heimat und Identität sind jedoch selten eindeutig zu beantworten, besonders dann, wenn ein Teil der
Herkunftsgeschichten bewegen Familien – bis heute sind Fluchtschicksale dabei von großer Aktualität. Fragen nach Herkunft, Heimat und Identität sind jedoch selten eindeutig zu beantworten, besonders dann, wenn ein Teil der Vorfahren aus einer anderen Region kam. Mehr als 25 Prozent der Deutschen geben an, dass sie selbst oder ein Familienmitglied zu den deutschen Heimatvertriebenen zählen. Aufgewachsen mit den Geschichten „aus der Heimat“ oder auch nur mit einem undefinierbaren Gefühl, nicht hierher zu gehören: Viele Kinder und Enkel tragen an der Last der Erinnerungen und den Traumata der vertriebenen Vorfahren. Die Erfahrungen der Erlebnisgeneration haben ihre Spuren hinterlassen und prägen oft unbewusst bis heute ihr Leben und ihre Familien. Auch wenn sie bereits in der „neuen Heimat“ geboren wurden und keine eigenen Erinnerungen an Schlesien haben, übertrugen sich die Fluchterfahrungen und das Fremdheitsgefühl der Eltern auf die Nachkommen. Die aus der Erfahrung der Entwurzelung heraus entwickelten Verhaltensweisen und Ängste haben sich teilweise bis in die Enkelgeneration „vererbt“.
Das Seminar von HAUS SCHLESIEN mit finanzieller Förderung durch den Kulturreferenten für Oberschlesien behandelt exemplarisch anhand der erzwungenen Fluchtsituation aus Schlesien Erfahrungen und Erkenntnisse zum Umgang mit Flucht und Vertreibung in den Familien. Einführende Fachvorträge von Wissenschaftlern und Autoren befassen sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten und legen eine fundierte Grundlage für die jeweils anschließenden Gesprächsrunden, in denen die Teilnehmer*innen die Thesen diskutieren und eigene Erfahrungen und Eindrücke austauschen können. Neben der Möglichkeit, anhand des vermittelten Wissens die Situation der Erlebnisgeneration aber auch die eigenen Erfahrungen nachvollziehen und einordnen zu können, soll vor allem der Austausch untereinander dazu beitragen, die individuelle Familiengeschichte aufzuarbeiten, sich mit den Gefühlen von Heimatlosigkeit auseinanderzusetzen und eigene Verhaltensmuster zu verstehen.
Weitere Informationen und Anmeldung unter kultur@hausschlesien.de oder 02244 886 231.
Das Programm folgt bald.
November 2026
„Bin ich Deutscher, bin ich Pole, vielleicht bin ich beides zugleich, oder einfach Oberschlesier?“ – mit diesen Fragen setzen sich im Laufe ihres Lebens zweifellos sehr viele in die Bundesrepublik
„Bin ich Deutscher, bin ich Pole, vielleicht bin ich beides zugleich, oder einfach Oberschlesier?“ – mit diesen Fragen setzen sich im Laufe ihres Lebens zweifellos sehr viele in die Bundesrepublik eingewanderte, aber auch in der Region verbliebene Oberschlesier auseinander. Andere dagegen haben deutlich ausgeprägtere Vorstellungen über die eigene Identität und vertreten einen klaren nationalen Standpunkt. Die Gründe für diese verschiedenen Haltungen, die ebenso unterschiedlich ausfallen wie die Beweggründe der Betroffenen, aus Oberschlesien nach Deutschland auszuwandern, sind in der komplexen Geschichte dieser kulturell vielschichtig geprägten Region zu suchen.
Das Seminar richtet sich vorrangig an alle Interessierten mit (familiären) Bezügen nach Oberschlesien. Die Referenten werden sich während der zweitägigen Veranstaltung im Rahmen von Vorträgen, Präsentationen und Führungen aus unterschiedlichen (persönlichen) Blickwickeln mit Begriffen wie Identität, Integration, Anpassung, Familie und familiäre Wurzeln sowie musealen Darstellungsformen zum Thema Oberschlesien auseinandersetzen und mit den Teilnehmern über deren eigene Erfahrungen diskutieren.
Bitte Termin vormerken, Programm folgt bald.
Anmeldung unter 02244 886 0 oder kultur@hausschlesien.de.


