TAGUNGEN

Den Kultur- und Bildungseinrichtungen in Deutschland und Polen kommt im Bereich der Verständigungsarbeit eine wichtige Rolle zu und gerade durch den binationalen Austausch kann der Blick für die sensiblen und spannungsreichen Aspekte in der deutsch-polnischen Geschichte geschärft werden. HAUS SCHLESIEN versucht hier mit seinen Tagungs- und Seminarangeboten einen Beitrag zu leisten.
Frauenschicksale zwischen Weimarer Republik und Wiederaufbau

Tagung
Samstag, 18. April 2026, 10.00 – 18.00 Uhr
Veranstaltungsort: HAUS SCHLESIEN, Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter
Vor während und nach dem Zweiten Weltkrieg lastete auf den Schultern der Frauen eine große Verantwortung: Die Männer waren als Widerständler in Haft, im Krieg, in Kriegsgefangenschaft oder gefallen, und so hatten die Frauen nicht selten neben der Familie auch einen Betrieb zu führen und für den Unterhalt zu sorgen. Andere waren selbst im Widerstand, versteckten Verfolgte, wurden selbst verfolgt oder zur Zwangsarbeit genötigt. Und am Ende des Krieges waren es vor allem Frauen, die mit Kindern und Alten aufbrechen und sich auf den Weg ins Ungewisse machen mussten.
Es waren unsere Mütter und Großmütter, die während Nationalsozialismus, Krieg, Flucht und Vertreibung, oft auf sich alleine gestellt, fast Unmenschliches geleistet haben
Die Tagung vermittelt anhand einzelner Biographien von bekannten und weniger bekannten Frauen historische Hintergründe zur deutschen Geschichte der 1930er bis 1950er Jahre und erinnert an die Leistung der Frauen. Neben bekannten Frauen wie Gussie Adenauer oder Freya von Moltke, geht es vor allem um die Geschichten der vielen Unbekannten: der Alltagsheldinnen aus Königswinter, der Zwangsarbeiterinnen und der Frauen auf der Flucht Im Rahmen der Tagung besteht auch die Möglichkeit, eigene Familiengeschichten zu reflektieren.
Teilnahmegebühr: 70 € pro Person (incl. Drei-Gang-Menü und zwei Kaffeepausen)
Verbindliche Anmeldung bitte unter 02244 886 231 oder kultur@hausschlesien.de
Die Zahl der Plätze ist begrenzt!
Eine Tagung von HAUS SCHLESIEN in Zusammenarbeit mit der VHS Siebengebirge, dem Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter und der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
10.00 Uhr Begrüßung / Einführung in die Thematik
10.15 Uhr Bewegte Biografien – Gussie Adenauer & Elly Heuss-Knapp
Claudia Waibel, Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
11.00 Uhr Kaffeepause
11.30 Uhr Die Frauen der Kreisauer: Freya Gräfin von Moltke, Marion Yorck von Wartenburg und Margarete von Trotha
Silke Findeisen, HAUS SCHLESIEN
12.15 Uhr Zwangsarbeiterinnen in Königswinter – Beispiele polnischer und ukrainischer Betroffener
Elmar Scheuren, Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
13.00 Uhr Mittagessen
14.30 Uhr Rosa Cohn: Damit wir nicht vergessen.
Videoprojekt der Schülerinnen Carina Schleder, Hannah Julia Gajdecka und Michelle Mader des Gymnasiums am Ölberg
15.00 Uhr Moderierte Gespräche in Kleingruppen mit Kaffee und Kuchen
Zeit für Ihre Erinnerungen und Geschichten aus der Familie
16.00 Uhr Die Frauen der Familie Süskind in Oberdollendorf. Biografische Annäherungen an Herkunft, Verfolgung und Überleben
Gabriele Wasser, Siebengebirgsmuseum der Stadt Königswinter
16.45 Uhr Führung durch die Sonderausstellung „Ungehört – Die Geschichte der Frauen“
17.30 Uhr Abschlussdiskussion
Ca. 18.00 Uhr Ende der Tagung.
OMA KOMMT AUS SCHLESIEN

Ein Seminar für die Kinder und Enkel der Vertriebenen und alle Interessierten
TERMIN: Samstag, 24. und Sonntag, 25. Oktober 2026
ORT: HAUS SCHLESIEN, Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter
Herkunftsgeschichten bewegen Familien – bis heute sind Fluchtschicksale dabei von großer Aktualität. Fragen nach Herkunft, Heimat und Identität sind jedoch selten eindeutig zu beantworten, besonders dann, wenn ein Teil der Vorfahren aus einer anderen Region kam. Mehr als 25 Prozent der Deutschen geben an, dass sie selbst oder ein Familienmitglied zu den deutschen Heimatvertriebenen zählen. Aufgewachsen mit den Geschichten „aus der Heimat“ oder auch nur mit einem undefinierbaren Gefühl, nicht hierher zu gehören: Viele Kinder und Enkel tragen an der Last der Erinnerungen und den Traumata der vertriebenen Vorfahren. Die Erfahrungen der Erlebnisgeneration haben ihre Spuren hinterlassen und prägen oft unbewusst bis heute ihr Leben und ihre Familien. Auch wenn sie bereits in der „neuen Heimat“ geboren wurden und keine eigenen Erinnerungen an Schlesien haben, übertrugen sich die Fluchterfahrungen und das Fremdheitsgefühl der Eltern auf die Nachkommen. Die aus der Erfahrung der Entwurzelung heraus entwickelten Verhaltensweisen und Ängste haben sich teilweise bis in die Enkelgeneration „vererbt“.
Das Seminar von HAUS SCHLESIEN mit finanzieller Förderung durch den Kulturreferenten für Oberschlesien behandelt exemplarisch anhand der erzwungenen Fluchtsituation aus Schlesien Erfahrungen und Erkenntnisse zum Umgang mit Flucht und Vertreibung in den Familien. Einführende Fachvorträge von Wissenschaftlern und Autoren befassen sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten und legen eine fundierte Grundlage für die jeweils anschließenden Gesprächsrunden, in denen die Teilnehmer*innen die Thesen diskutieren und eigene Erfahrungen und Eindrücke austauschen können. Neben der Möglichkeit, anhand des vermittelten Wissens die Situation der Erlebnisgeneration aber auch die eigenen Erfahrungen nachvollziehen und einordnen zu können, soll vor allem der Austausch untereinander dazu beitragen, die individuelle Familiengeschichte aufzuarbeiten, sich mit den Gefühlen von Heimatlosigkeit auseinanderzusetzen und eigene Verhaltensmuster zu verstehen.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: kultur@hausschlesien.de oder 02244 886 231.
Das Programm 2026 folgt bald.
OPA LEBT IN OBERSCHLESIEN / ALLES POLEN ODER WAS?!

Ein Seminar für Aussiedler, Spätaussiedler, deren Nachkommen und alle Interessierten im HAUS SCHLESIEN
TERMIN: 14. – 15. November 2026
„Bin ich Deutscher, bin ich Pole, vielleicht bin ich beides zugleich, oder einfach Oberschlesier?“ – mit diesen Fragen setzen sich im Laufe ihres Lebens zweifellos sehr viele in die Bundesrepublik eingewanderte, aber auch in der Region verbliebene Oberschlesier auseinander. Andere dagegen haben deutlich ausgeprägtere Vorstellungen über die eigene Identität und vertreten einen klaren nationalen Standpunkt. Die Gründe für diese verschiedenen Haltungen, die ebenso unterschiedlich ausfallen wie die Beweggründe der Betroffenen, aus Oberschlesien nach Deutschland auszuwandern, sind in der komplexen Geschichte dieser kulturell vielschichtig geprägten Region zu suchen.
Das Seminar richtet sich vorrangig an alle Interessierten mit (familiären) Bezügen nach Oberschlesien. Die Referenten werden sich während der zweitägigen Veranstaltung im Rahmen von Vorträgen, Präsentationen und Führungen aus unterschiedlichen (persönlichen) Blickwickeln mit Begriffen wie Identität, Integration, Anpassung, Familie und familiäre Wurzeln sowie musealen Darstellungsformen zum Thema Oberschlesien auseinandersetzen und mit den Teilnehmern über deren eigene Erfahrungen diskutieren.
Anmeldung unter kultur@hausschlesien.de oder 02244 886 231 möglich.
Das Programm folgt bald.
Bildnachweis: 1. SHOS/OSLM, M. Nonnenmacher, 2. Bundesarchiv, B 145 Bild-F079036-0033 / CC-BY-SA 3.0, Wiki Commons, 3. + 4. Sammlung HAUS SCHLESIEN.
Rückblick "Zweitrangig? Konrad Adenauers Ostpolitik"

Ein Seminar zum 150. Geburtstag Konrad Adenauers (1876-1967)
Kooperationsprojekt: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, HAUS SCHLESIEN und Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Mehr Infos zum Jubiläum und weitere Veranstaltungen: www.150-jahre-adenauer.de
Foto: Besuch von Bundeskanzler Konrad Adenauer in Moskau 1955
Bundesarchiv, Bild 146-1989-101-01A / CC-BY-SA 3.0
Rückblick zur Veranstaltung (4. & 5. Februar 2026)
Hat Konrad Adenauers außenpolitische Westausrichtung den deutschen Osten links liegen lassen oder gar aufgegeben? Wie war sein Blick auf die Zukunft der früheren deutschen Ostgebiete, auf die Wiedervereinigung und mögliche Schritte, sich dafür mit den Alliierten zu verständigen? Das Seminar widmete sich unter Leitung von Prof. Dr. Winfrid Halder von der Stiftung Gerhart Hauptmann-Haus Düsseldorf ausführlich den ersten Jahren der neu gegründeten Bundesrepublik und seinem ersten Kanzler Konrad Adenauer.
Halder widmete sich zunächst der Biografie Adenauers, den fünf zeitgeschichtlichen Abschnitten eines langen Lebens, seinem familiären Hintergrund, seiner Sozialisation im Deutschen Kaiserreich und vor allem seinem Aufstieg als Oberbürgermeister von Köln (1917-1933) und den Errungenschaften, die der Stadt nach dem Ersten Weltkrieg zugutekamen und bis heute im Stadtbild von Köln nachwirken. Als Zentrumspolitiker und Präsident des Preußischen Staatsrates machte er sich auch über Köln hinaus einen Namen und war in der Weimarer Republik mehrfach im Gespräch für das Amt des Reichskanzlers. Auf Grund seiner Gegnerschaft zum NS-Regime aller politischen Ämter beraubt, trat er 1933 den leidvollen Weg in die innere Emigration an, mehrfachen Wohnortwechseln und Verhaftungen durch die Gestapo ausgesetzt . 1945 begann seine politische Tätigkeit erneut, zunächst als OB von Köln, dann im neu geschaffenen Land Nordrhein-Westfalen als Verfechter eines Zusammengehens beider großen Konfessionen in der CDU. Adenauer ging als Kanzler „in kleinen Bewegungen“ auf die Westalliierten zu und legte so die Grundlage für ein Vertrauensverhältnis. Durch das Konzept der sozialen Marktwirtschaft und das einsetzende „Wirtschaftswunder“ konsolidierten sich die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse, die Integration der 8 Millionen Ostvertriebenen war dadurch enorm erleichtert. Das Ziel der Wiedervereinigung verlor Adenauer niemals aus dem Auge, wählte aber als Realpolitiker den Weg des Machbaren. Er ebnete so den Weg nach Europa mit der Vision, zu einem späteren Zeitpunkt auch den Ländern hinter dem „Eisernen Vorhang“ eine Teilhabe zu ermöglichen.
Referent Dr. Christopher Beckmann nahm eine interessante Gegenüberstellung der Akteure der ersten Stunde in beiden deutschen Staaten nach 1949 vor: Konrad Adenauer und Wilhelm Pieck. Beide kamen aus kleinen Verhältnissen, beide aus streng katholischen Familien. Adenauer blieb Zeit seines Lebens bekennender praktizierender Katholik, Pieck schloss sich nach seiner Tischlerlehre der Arbeiterbewegung an, zunächst in der SPD, später beim Spartakusbund und schließlich in der KPD. Während der Weimarer Republik war er KPD-Funktionär, auch Abgeordneter des Preußischen Staatsrates, wo er Adenauer als dessen Präsident erlebte. Nach der Machtergreifung Hitlers floh Pieck nach Paris und hielt sich seit 1935 als Emigrant in Moskau auf. 1943 gehörte er zu den Initiatoren des „Nationalkomitees Freies Deutschland“. Mit der Gruppe Ulbricht kehrte er im Juli 1945 nach Berlin zurück und forcierte hier 1946 die Zwangsvereinigung der SPD und KPD zur SED, wo er mit Otto Grotewohl zum Vorsitzenden avancierte. Nach Gründung der DDR blieb er bis 1960 deren erster und einziger Präsident. Adenauer und Pieck waren beide Gegner des Nationalsozialismus. Während Adenauer jedoch überzeugter Vertreter der parlamentarischen Demokratie war, setzte sich Pieck für das System eines kommunistischen Staates mit Einparteienanspruch ein. Als Staatspräsident wurde er in der DDR bewusst als „Vaterfigur“ aufgebaut, um den Anschein eines demokratischen Systems zu erwecken. In beiden Biografien zeigen sich bei allen Unterschieden der Personen alle Widersprüche und Verwerfungen der Zeitabschnitte vom Kaiserreich bis zur Neuordnung Deutschlands in West und Ost nach 1945.
Halder referierte anschließend mit Unterstützung von Dr. Guido Hitze über Adenauers Konzept der Westintegration. Im Vordergrund stand die Abhängigkeit der jungen Bundesrepublik vom Besatzungsstatut. Noch war die volle Souveränität des neuen Staates nicht hergestellt, so dass alle getroffenen Entscheidungen vom Willen der drei Westmächte abhingen. Im Zuge des Kalten Krieges war man in Washington, London und Paris dringend auf Westdeutschland angewiesen. Adenauer erkannte die strategische Situation klar und versuchte nach dem Prinzip der kleinen Schritte, eine Kooperationsbasis herzustellen und Zuverlässigkeit zu bekunden. Adenauers „Fiebertraum“ war die Vorstellung von sowjetischen Panzern am Rhein. Es könne ein Rückzug der Amerikaner aus Europa erfolgen und dieses bliebe schutzlos zurück. Daher forderte er 1955 die Mitgliedschaft in der NATO, nachdem die Europäische Verteidigungsgemeinschaft 1953/54 an Frankreich gescheitert war. Aus diesen Überlegungen forcierte er einen gemeinsamen europäischen Markt mit ersten Schritten in die Montanunion, den Deutschlandvertrag von 1952 und 1955 und die Verständigung mit Frankreich. Seine Überlegungen als Pragmatiker lauteten: Was ist möglich, was nicht!
Über Hans Lukaschek, einen fast vergessenen Politiker der ersten Stunde mit oberschlesischen Wurzeln, referierte Dr. Guido Hitze. Lukaschek war bereits mit Adenauer im Preußischen Staatsrat bekannt, beide als Vertreter des Zentrums. Lukaschek besaß als studierter Verwaltungsjurist reichliche Erfahrungen in der Kommunalpolitik, u.a. als Oberbürgermeister von Hindenburg O.S. und als Oberpräsident der preußischen Provinz Oberschlesien. Als Mitglied des Kreisauer Kreises war er nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 inhaftiert. Nach 1945 wurde Lukaschek Mitbegründer der CDU in der Sowjetischen Besatzungszone. Nach seiner Übersiedlung in den Westteil Deutschlands, war er von 1949 bis 1953 Bundesminister für Angelegenheiten der Vertriebenen in der ersten Regierung Adenauer.
Zentrale Frage für Adenauer war die Versorgung und Integration der Vertriebenen. Lukaschek war für ihn hier der richtige Mann: Er genoss unter den Vertriebenen hohes Ansehen, galt als verbindlich und war im Vergleich zu anderen Vertriebenenfunktionären kein Polemiker. Durch das Lastenausgleichsgesetz von 1952 und das Bundesvertriebenengesetz (BVFG) von 1953 sollten zudem die Bildung und das kulturelle Erbe gefördert werden (§ 96). Um den rechtsstehenden BHE (Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten) loszuwerden – Realpolitik siegte vor Moral – wurde Lukaschek 1953 abgelöst und der BHE allmählich von der CDU „aufgesaugt“. Auch bei den folgenden Kabinettbildungen bemühte sich Adenauer um ein ausgewogenes Verhältnis von west- und ostdeutschen Kandidaten.
Am zweiten Tag wurde das Seminar ins Bundeskanzler Adenauer-Haus nach Rhöndorf verlegt. Nach der Begrüßung durch Dr. Sabine Schößler von der Stiftung Bundeskanzler Adenauer-Haus referierte Dr. Holger Löttel, ebenfalls Mitarbeiter der Stiftung, zur Ostpolitik Adenauers. Im Mittelpunkt stand Adenauers Reise nach Moskau vom 8. bis 14. September 1955. Löttel stellte den Besuch in Moskau vor dem Hintergrund der damaligen weltpolitischen Lage dar. Nach dem Tode Stalins 1953 verließ die neue Führung der Sowjetunion ihre gesamtdeutschen Lösungsvorschläge unter der Bedingung politischer Neutralität und pochte nun auf eine Zweistaatenlösung. An einer Kontaktaufnahme mit der Bundesrepublik war man trotzdem interessiert. So kam es zur überraschenden Einladung Adenauers nach Moskau, für diesen eine „Reise ins Ungewisse“. Die sorgfältige Auswahl der deutschen Delegation, unter Einbeziehung der oppositionellen SPD ließ auf Umsicht und Taktik schließen. Ziel war vor allem die Forderung nach Wiedervereinigung, die Rückkehr der noch in der SU festgehaltenen 10.000 deutschen Kriegsgefangenen und 20.000 verschleppten Zivilpersonen sowie im Gegenzug Verhandlungen über diplomatische Beziehungen ohne den Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik aufzugeben (Hallstein-Doktrin). Gegenspieler in Moskau waren Ministerpräsident Nikolai Bulganin, Nikita Chruschtschow als KPdSU-Generalsekretär und Wjatschelaw Molotow als Außenminister.
Mit dem Zerfall der Sowjetunion 1989/1990 erfüllte sich auch die Vision der Wiedervereinigung auf der Basis einer soliden Einbindung in das westliche Bündnis. Adenauers Politik hatte auf Entschlossenheit und im Verbund mit den Westmächten auf Abschreckung gesetzt, war aber auch offen für Abrüstung und Entspannung.
Inge Steinsträßer


